26. Dolomitenrundfahrt: Nösig mit Streckenrekord zum Sieg

Stefan Kirchmair Schnellster der Langdistanz

Die Dolomiten - anspruchsvolles Terrain für Radsportler. Foto: Foto Don Martin 37/Flickr.

Die Dolomiten – anspruchsvolles Terrain für Radsportler. Foto: Foto Don Martin 37/Flickr.

Bergspezialist Emanuel Nösig im Höhenrausch: Nach der Tour de Kärnten gewann der Österreicher vom RC Union-Sporthütte.at auch die 26. Dolomitenrundfahrt “Classic” über 112 km (1.850 hm). Dabei stellte der 32-Jährige in 2:51.04 Stunden einen Streckenrekord auf. In der Variante “Extrem” über 123 km (2.680 hm) war in Stefan Kirchmair (Peto-Höpperger-Top-Team/3:35:03 Stunden) der zweite Österreicher in Lienz erfolgreich.

“Ich bin überglücklich über diesen Sieg, nachdem es anfangs ja so gar nicht danach ausgeschaut hat“, war auf Kirchmairs Blog zu erfahren. Bereits im ersten Anstieg, dem Gailberg, hatte er Nösig ziehen lassen müssen. Doch die Tortur über die Dolomiten begann gerade erst. Nachdem sich der Führende Nösig nach einem Sturz für die kurze Runde entschieden hatte und Kirchmair immer besser in Tritt kam, konnte der 24 Jahre alten Innsbrucker auf der Pustertaler Höhenstraße befreit loslegen und seine beiden Begleiter abschütteln.

Unterdessen ist Emanuel Nösigs Sieg nicht nur aufgrund seines aufgestellten Streckenrekords beachtlich. Der Gesamtsieger der Tour de Kärnten erreichte das Ziel rund sieben Minuten vor dem Ex-Radprofi und zweimaligen Sieger der  Österreich-Rundfahrt, Gerrit Glomser. Platz drei sicherte sich der Osttiroler Patric Plankensteiner.

Slalom-Vizeweltmeister Mölgg überrascht
Insgesamt durften sich auf dem Lienzer Hauptplatz alle Finisher als Sieger fühlen. Sonnenschein und angenehme Temperaturen hatten die kräftezehrende Fahrt der 1.500 Hobbyradsportler über steile Anstiege und rasante Abfahrten mit Blick auf die schroffen Dolomitenspitzen zwar so angenehm wie irgendwie möglich gemacht, dennoch dürfte jeder an seine Grenzen gelangt sein. Insbesondere auch Slalom-Weltcupsieger Manfred Mölgg aus Bruneck. Der Ski-Alpin-Spezialist bewältigte die 112 km Strecke in drei Stunden und war selbst über seine Performance überrascht.

“Rang zwölf bei diesem starken Starterfeld ist nicht schlecht. Ich fahre viel mit dem Rad und hatte am ersten Anstieg meine Probleme. Aber dann lief es immer besser und es hat richtig Spaß gemacht. Ab nächster Woche geht‘s wieder zum Skitraining nach Frankreich, dann muss ich das Rad leider wieder für ein paar Tage in die Ecke stellen”, sagte Mölgg auf der Internetseite des Veranstalters. Gemütlicher ging es hingegen der ehemalige Radprofi Rene Haselbacher an. In einer Zeit von 3:12 Stunden erreichte er das Ziel auf dem 79. Platz.

Super Giro Dolomiti soll 2014 kommen
Dass die Teilnehmeranzahl etwas hinter den Erwartungen der Organisatoren zurückblieb, hatte für OK-Chef Franz Theurl einen einfachen Grund: “Aufgrund der Sperre des Felbertauerntunnels und der schwierigen Anreise haben doch einige abgesagt. Aber wir erlebten trotzdem bei perfekter Kulisse einen tollen Radsporttag in Osttirol”, und fügte hinzu: “Wir hatten noch nie so viele Zuschauer entlang der Strecke und in den Orten. Bedanken möchte ich mich bei den rund 350 Helfern, die für einen perfekten Ablauf des Events gesorgt haben und auch eine Komplettsperre der Strecke ermöglichten.”

Nach der 26. Dolomitenrundfahrt blicken die Veranstalter bereits auf das nächste Jahr. Mit einer Extremvariante der Dolomitenrundfahrt soll ambitionierten Ausdauersportlern ein weiterer “Spielplatz” zum Austoben geboten werden. Beim Super Giro Dolomiti werden sich den Athleten auf einer Streckenlänge von 250 km gewaltige 5.900 hm in den Weg stellen. Mit einer grenzüberschreitenden Streckenführung über Italien dürfte die geplante “Dolomitenrundfahrt XXL” zu den anspruchsvollsten Radmarathons in Europa zählen. Das Rennen ist für den 8. Juni 2014 mit einer vorläufigen Teilnehmerbegrenzung auf 500 Fahrer geplant.

Weitere Links und Beiträge
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2. Tour de Kärnten: Gesamtsiege für Nösig und Kopietz

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